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Basteleien: 2013-01-01: Neujahrsexperimente

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An Neujahr kann man wunderbar experimentieren, weil niemand stört. Ich habe an diesem Tag meine ersten Gehversuche mit dem Polymermörtel gemacht und ausprobiert, was ein gutes Mischungsverhältnis ist. Zweitens wollte ich wissen, ob das Epoxidharz aus dem Mörtel ausläuft oder schön drinbleibt. Bei normalem Mörtel läuft immer Wasser raus. Das wäre bei Epoxidhart eine deutlich größere Sauerei als bei Wasser.

Hier zunächst die Mischungsexperimente. Je 50g in dem Mischungen 1:2, 1:3, 1:4, 1:5 und 1:6 Epoxidharz:Sand. Als Epoximischung habe ich Breddermann E45F Versiegelharz benutzt, weil es angegeben war als gut verfüllbar und zum Mischen von Polymermörtel. Ich habe erstmal auf alle Zusätze verzichtet, also kein Entlüfter (man sieht den Schaum) und keine Farbpigmente. Als Sand kam feinster Chinchilla-Sand (0,1-0,3mm Korngröße) zum Einsatz.

Polymermörtelmischungsexperimente

Besonders schöne Skulpturen sind bei den Mischungen 1:2 und 1:3 im Becher entstanden.

Polymerbetonskulpturen

In der Mischung 1:2 setzt sich der Sand noch ab, oben ist reines Epoxidharz zu sehen. Das wird mir sicher für die meisten Anwendungen zu flüssig sein. Ab 1:4 wird es ziemlich fest, ab 1:5 ist es mir nicht mehr gelungen, den Sand komplett einzurühren. In 1:3 ist es ganz OK, das ist das flüssigste, was ich nehmen werde. Es ist schon ziemlich viskos und verläuft kaum noch. Irgendwas zwischen 1:3 und 1:4 wird es wohl meistens sein. Hier einige Experimente, die blau eingefärbt wurden:

Blaue Experimente

Einmal habe ich einen Fladen einfach in eine Schale (aus Polypropylen) gesetzt. Man sieht, daß am Rand kein Harz aus der Mischung ausgelaufen ist. Sehr gut!

Außerdem habe ich getestet, ob meine Plastikspritze mit dem Polymerbeton verklebt (ich weiß nicht, welches Plastik das ist): nein, tut sie nicht. Gut.

Ich habe auch getestet, ob der Polymermörtel ein Backpapier aufweicht bzw. evtl. sogar hindurchsuppt. Nein, tut er beides nicht. Ebenfalls gut.

Zuguterletzt habe ich ein bißchen gespielt und einen Steinstern gegossen. Der Backausstecher ist leider hin -- er war ein bißchen zu sehr mit dem Beton verklebt, so daß ich ihn beim Abnehmen zerstören mußte.

Insgesamt ist zu bemerken, daß das Zeug ziemlich hart wird. Aber evtl. nicht hart genug. Ich habe sicherheitshalber noch eine andere Epoxi-Mischung bestellt (E45GA), bei der keine Restflexibilität angegeben ist. Das ist evtl. besser für die Justierung der Linearführungen. Experimente damit folgen.

Erfreulich ist auch, daß diese Epoximischung kaum riecht. Bei den geringen Mengen konnte man gar nichts in dem Raum mit den Experimenten feststellen. Ich werde die Atemmaske trotzdem tragen, wenn ich meine Nase direkt über das flüssige Monomer halte.

Zum Abwiegen habe ich hier immer meine kleine Waage benutzt. Sowas gibt es günstig auf EBay. Etwas anstrengend ist das, weil ich sie in eine Tüte gesteckt habe, um sie vor evtlen Flecken zu schützen. Das verfälscht aber ein bißchen die Messung. Genaue Messungen sind nötig, weil sonst die Polymermischung nicht ordentlich aushärtet.

Feinwaage


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9. März 2016
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